„Bist du verrückt?“ – Über die Arbeit auf dem Borner Hof

Inniger Moment mit Vollblutaraber Hengstjährling Macan auf dem Borner Hof.

„Sag mal, warum tust du dir das eigentlich an?“

Diese Frage höre ich oft. Meistens dann, wenn ich mir gerade das Heu aus den Haaren streiche, meine Fingernägel eine Farbe angenommen haben, die kein Nagellack-Hersteller jemals „Trend“ nennen würde, oder wenn ich zum dritten Mal in Folge einen Urlaub absage, weil der Borner Hof mich braucht.

„Das ist doch so viel Arbeit!“ – Stimmt.
„Du musst auf so viel verzichten!“ – Stimmt auch.
„Ist das nicht manchmal total doof, so eingeschränkt zu sein?“ – Hm.

Lass uns ehrlich sein: Ja, es gibt Tage, da brennen die Muskeln und der Wecker fühlt sich an wie ein persönlicher Angriff. Aber dann gibt es diese Momente mit unserer eigenen Nachzucht. Momente wie diesen hier mit Macan.

Macan ist ein Vollblutaraber durch und durch – sensibel, intelligent und wunderschön. Als Hengstjährling steckt er natürlich voller Energie und Tatendrang, aber in Augenblicken wie diesen zeigt er sein unvergleichliches Wesen. Wenn dieser junge Hengst seinen Kopf an meinen lehnt und die Welt um uns herum einfach stillsteht, dann sind alle „Einschränkungen“ vergessen.

In diesem Schnauben, diesem absoluten Vertrauen und der typischen Sanftheit eines Vollblutarabers liegt eine Kraft, die man mit keinem Wellness-Wochenende der Welt kaufen kann.

Ich kann mir mein Leben hier auf dem Borner Hof ohne meine pferdischen Freunde und die Aufzucht unserer Nachzucht nicht mehr vorstellen. Sie sind nicht einfach nur Tiere, sie sind Seelenbalsam, Lehrmeister und die beste Crew.

All die Arbeit, das frühe Aufstehen und die schmutzigen Stiefel? Wenn ein Hengstjährling wie Macan mich so ansieht wie auf den Fotos, ist es das alles mehr als wert. Es ist kein Verzicht – es ist ein Gewinn an Lebensqualität, den man nur versteht, wenn man das Herz eines Arabers fühlen darf.

Abstammung BH Macan